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"Im Verein kämpfen wir richtig!"




Wer hat eine Lizenz für Karate in Schulen - wer ist interessiert!

Sport und Gesellschaft

Ganztagsangebote in der Schule, Gesundheitspolitik, Integration bis hin zum Klimaschutz. Diese und weitere Beispiele wurden bei der letzten Klausurtagung des Landessportbunds Hessen( LSBH) genannt um zu verdeutlichen: "Wie eng Sport und Gesellschaft miteinander verknüpft sind und welche Wechselwirkungen aus dieser Verknüpfung resultieren". Der LSBH sieht hier Handlungsbedarf. Wie sehen das die 7.700 Sportvereine in Hessen und wie sehen das die 170 Karatevereine im Fachverband?
Wir kennen unsere Dojos: Ehrgeizig, fleißig, ehrenamtlich, inklusiv. Immer da wo Enkelin und Opa neben Leila auf der Matte stehen, werden Integration und Gesundheitspolitik schon seit Jahren umgesetzt. Leila lernt im Karatetraining nicht nur Deutsch sondern auch Japanisch.

Sport in der Zukunft

Um Sport zukunftsorientiert auszurichten, reagiert der LSBH auf den turbulenten gesellschaftlichen Wandel u.a. mit Kooperationen. Je nach Kooperationspaket möchte er die Vereine durch Beratung, Begleitung, Werbung, Weiterbildung oder finanzielle Mittel fit machen.

Starker Sport/Starker Verein

Dieses Pilotprojekt unterstützt, am Beispiel von 30 Vereinen, wenn diese in Turbulenzen geraten sind (ausführlicher Bericht in der Broschüre 04/2019 "Sport in Hessen" vom LSBH). In diesem Modell werden z.B. die Sportangebote auf die neuen Bedürfnisse angepasst oder eine überalterte Vereinsatzung überarbeitet oder das Beste aus zwei Vereinen genommen um diese zu Fusionieren. Eine Auswertung zu diesem Projekt wird es Ende 2019/ Anfang 2020 geben.

Kooperation Schule/ Verein

Es gibt sie schon seit 1992/93. Zum 01.08.2018 haben das Kultusministerium, der Landessportbund und die Sportjugend in Hessen sie noch einmal neu überarbeitet und damit auf die Umstellung auf Ganztagsschulen reagiert. Lehrer (-stellen) sollen durch dieses Programm entlastet werden und die breiten- und freizeitsportliche Angebote im Rahmen schulischer Nachmittagsbetreuung gefördert. So ist das Ziel. Vereine die kooperieren erhalten eine Anschubfinanzierung von 700,00 € pro Jahr (max. 3 Jahre). Weitere Vorteile für die Vereine ergeben sich z.B. durch die Aus-und Fortbildung von Trainern oder die gemeinsame Nutzung schulischer und vereinseigener Sportstätten.

Interessierte Vertreter/innen von Schule und Sportverein können ihre angestrebte Kooperation beim zuständigen Staatlichen Schulamt einreichen. Dort wird dann entschieden ob die Übungsleiter-Lizenzierung ausreichend bzw. ob das Angebot inhaltlich und pädagogisch in das Schulprofil eingebunden werden kann (ausführliche Informationen www.sportjugend-hessen.de/sportverein-und-schule).

Karate in der Zukunft

Es gibt unterschiedliche Meinungen ob das traditionelle oder das olympisch orientierte Wettkampf-Karate mehr zukunftsorientiert ist. Gute Argumente und Erfolge gibt es auf beiden Seiten. Die eine basiert auf die Beständigkeit unserer 3 Säulen Kihon, Kata, Kumite, die andere auf Olympiageld. In dieses Schwarz-Weiß-Denken passt kein buntes Schulkarate.

Aber Zeigefinger hoch: Dieser Geldhahn wird 2021erst einmal wieder zugedreht. "Wenn wir jetzt nicht in die Breite, in Werbung, in Talente und Vorstandsarbeit investieren, dann wird der Hessische Karateverband wieder mit leeren Kassen zu kämpfen haben", so die Worte des 1.Vorsitzenden Reinhard Schmidt Eckard in der letzten Präsidiumssitzung Juni 2019.

Gesellschaftlich stellen die Schulen auf Ganztagsbetreuung um. Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen; viele werden noch folgen. Weitere Informationen zu dieser Thematik findet ihr unter www.sportjugend-hessen.de/sportverein-und-schule/ganztagsschulentwicklung-in-hessen/. Welche Wechselwirkung aus diesem Wandel hervorgeht werden wir in ein paar Jahren bemerken. Eine Frage die wir uns heute also in Bezug auf Kinder- und Jugendtraining stellen sollten ist: Ob der satte Ganztagsprogrammschüler in der Zukunft, nach 17 Uhr, noch einen Verein besuchen wird? Laut Hessischem Kultusministerium und Landessportbund Hessen sind " die eingerichteten Maßnahmen weder eine Fortführung des Sportunterrichts noch eine Verlagerung des Vereinstrainings in die Schule. Vielmehr geht es darum, ergänzende Inhalte einfließen zu lassen und andere soziale Zusammenhänge zu schaffen."



Und jetzt seid ihr gefragt

Unsere 3 Säulen breit Aufstellen


"Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind." Lautet ein Zitat von Henry Ford.

Karate in der Schule ist Talentsuche. Karate in der Schule ist Werbung vor allem in ländlichen Gebieten mit wenig Trainingsmöglichkeiten. Karate in der Schule ist eine Möglichkeit.
Bei der Sportjugend Hessen gibt es unter www.sportjugend-hessen.de/sportverein-und-schule/programm-sportarten-im-ganztag/ eine Übersicht aller Beteiligten Schulen und Verbände zum Programm "Sportarten im Ganztag". Die jeweiligen Sportarten stellen sich dort mit ihrem Konzept vor, welches inhaltlich gegenüber dem Vereinstraining verändert bzw. den Schulanforderungen angepasst wurde. Aktuell hat der Hessische Fachverband für Karate eine Zusage bekommen in diese Liste mit aufgenommen zu werden.

Wie funktioniert Karate in der Schule ?

Keine 4. Säule öffnen. Die Karatephilosophie muss auch nicht umgeschrieben werden. Wie eingangs erwähnt deckt Karate bereits die inhaltlichen Schulprofilanforderungen Sozialisation, Integration, Bewegung und Gesundheit ab. "Disziplin, Anstand, Körperspannung, Selbstverteidigung nicht vergessen, Karate kann auch das!" wird es jetzt vielen durch den Kopf gehen.

Und genau hier liegt der Unterschied: Die Methoden in der Vermittlung von Kihon, Kata, Kumite. In Schulen liegt der Schwerpunkt auf der Pädagogik. Dann kommt erst die Gürtelprüfung bzw. die Wettkampfvorbereitung. Schüler erwerben Karatetechniken durch einen vermehrten Einbezug von Medien und Spielen. Das lockert klassischen Vermittlungsstil etwas auf und wird gelegentlich belächelt, wenn die Kumitesäule an einer Stange mit Ball und nicht mit Partner trainiert wird.

Trainer und Lehrer die in Hessen an der Schule Karate lehren möchten, sollten sich mit dieser Methode vertraut machen, da nach Verordnung des Kultusministeriums Kampfsportarten, deren Techniken (Schläge, Tritte etc.) direkt auf den Körper wirken, verboten sind. Gohon-Kumite ist eine Grauzone und keine offiziell zugelassene Alternative. Die dicke Lippe wegen Unachtsamkeit wird nach einer Karatestunde anders verhandelt wie nach einer Handballstunde.

Und genau hier lässt sich der Spannungsbogen bei Kindern richtig aufbauen: "Im Verein kämpfen wir richtig!" Spannend und unermesslich - die Freiheit der Lehre.

Der Hessische Fachverband für Karate freut sich über Interessenten. Wer über dieses Thema mehr erfahren möchte, kann sich gerne bei der Schulsportbeauftragten Elke Tischer melden (breitensport@karate-hessen.de). Bei ausreichendem Interesse findet eine Informationsveranstaltung statt.



Bilder und Text: Elke Tischer (kom. HFK-Breitensportreferentin und Schulsportbeauftragte)


Hessischer Fachverband für Karate e.V.
Gernsheimer Str. 43 | 64665 Alsbach-Hähnlein | Tel.: 0172 2690335 | info@karate-hessen.de
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