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Pressemeldung

Mitteilung vom 15. August 2018


HFK Sommer - Jugendlager 2018 in Wetzlar

Gemeinschaft durch Sport, Karatetraining als Tagesschwerpunkt, dazu neue Menschen kennenlernen, mit den gleichen Interessen und über den üblichen Zeitrahmen von eineinhalb Stunden hinaus. Der Hessische Karateverband nimmt sich diese Werte zu Herzen und bietet einmal im Jahr ein Jugendlager für Kinder und Jugendliche im Alter von 11 - 17 Jahren an.
Die Jugendreferentin des hessischen Karateverbandes Yeter Uguz organisierte hierfür ein kompaktes Wochenende vom Freitag, den 3., bis zum Sonntag, den 5. August 2018, in der Sport- und Bildungsstätte Wetzlar. Ein Trainerteam, welches mehrere Säulen abdecken sollte, wurde zusammengestellt: Jamal Laudiai Landestrainer Hessen Kumitestützpunkt Süd, Alexander Piel mehrfacher Deutscher Meister (als Diabetiker Typ I unterstützt er außerdem den Deutschen Diabetiker Bund als Ausnahmeathlet) und HFK-Schulsportbeauftrage Elke Tischer.

Mit einer Begrüßung aller angereisten Karatekas startete Yeter ins Programm. Eisbrechende Spiele und der Einzug ins Kämmerlein sollten erst einmal ausreichen um sich vor dem ersten Training gut kennenzulernen. Die anhaltende Hitze dieses Sommers stand zwar nicht auf der Einladung, stellte sich aber unsichtbar und frech als permanenter Gegner heraus. Durchweg Temperaturen über 30 Grad auch in den frühen Morgenstunden ließen häufig den Wunsch nach Wasser und Freibad aufkommen.

Ausflug in die Selbstverteidigung
Erstes "Rei" verbeugen im Dojo. Elke Tischer gestaltete das erste Training. Den Schwerpunkt lenkte sie auf wenige Grundschultechniken. Von der klassischen Kihonform, über die Anwendung im Kumite baute sie eine spielerische "Aha"-Brücke in die Selbstverteidigung. Aus geraden Zukis wurden Torpedos und Windmühlen, aus Age Uke wurde ein strategischer Rückzug. In Kleingruppen beschäftigten sich die Kinder und Jugendlichen zum Ende der Einheit damit, aus einer soliden Verteidigungshaltung einen Gegenangriff zu starten.

Goethe in Wetzlar
Zum Abschluss des ersten Tages gönnten sich alle Fleißigen zwei Kugeln Eis in der Altstadt. Im historischen Rundgang lauschten abgekühlte Zungen einer guten Nacht-Geschichte. Nämlich wie sich Goethe hier in Wetzlar in Lotte verliebte. Ihre bezaubernde Art, deren Umgang mit ihren zehn jüngeren Geschwistern, sowie ihre Begabung Menschen zu motivieren, begeisterten ihn. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wäre Lotte in der heutigen Zeit eine Karatetrainerin geworden.

Müsli, Eier, Obst, O-Saft.
Gut gestärkt und ausgeruht bezauberte Jamal alle Gefrühstückten mit seinem Kumitetraining am Vormittag. Bunte Ideen aus dem Geräteraum sollten der Hitze ein Schnäppchen schlagen. Die Kinder konzentrierten sich auf Kizami Rot und Gyaku Grün, Pylonen oder Pratzen. Alle Leistungsträger kamen in niveauorientierten Zweikämpfen an ihre Grenzen bevor Jamal jeden Zuhörer in einer Ruhephase mit seinen Erfahrungen aus dem Wettkampf, wichtigen Regeln, Taktik in den Bann ziehen sollte. Verteilt auf kleine Probierkämpfe durfte jetzt jeder einmal in die Rolle eines Kampfrichters schlüpfen.

Ein ideales Ergänzungstraining am Nachmittag gestaltete Alexander Piel. Bunte Beutel auf dem Kopf, ein Bein steht auf dem Medizinball, das andere sucht nach dem Gleichgewicht , fliegende Konzentrationsbälle aus allen Richtungen. Schon bald hatte Alexander mit lustigen Koordinationsübungen alle Mittagsmüden wieder in Schwung jongliert! Jetzt konnte das Katatraining beginnen. Über ganz einfaches Kihon Oi-Zuki / Gyaku Zuki aus dem Zenkutsu-Dachi formte er für den gewohnt wackeligen Kosa-Dachi einen Lösungsweg, um diesem Stand im richtigen Moment Stabilität zu verleihen. Diesen erhabenen Freudenmoment "Karate ist gar nicht so schwer" nutze Alexander um alle Karatekas in eine Sequenz der Kata "Empi" zu entführen. Jetzt war aber die Luft raus. Freche, permanente 33 Grad, der unsichtbare, nicht eingeladene Gegner versuchte erneut anzugreifen. Die angekündigte Kletterwand wurde zum Kontern eröffnet.

"Runter", statt Mawate.
Strahlende Gesichter gab es während einer Einweisung in die Verhaltensregeln im Seil durch Alexander Piel. Für die meisten bedeutete dies die Erfüllung ihres Highlights, nur wenige Blicke nach oben verrieten einen zu erwartenden Eingriff in die persönliche Komfortzone. "Muss ich da mitmachen?", "Das kann ich schon!" Aber rasch waren sich alle einig: Mutig einen Schritt nach dem anderen in Richtung Hallendecke zu wagen. Ein kurzes Kommando "runter" genügt um eine Wendung nach unten einzuschlagen.

Einen freien Spieleabend nach dem gemeinsamen Abendessen, stellten Yeter und Jamal mit verschiedenen Möglichkeiten zur Auswahl. Tischtennis, Ballspiele, Kartenspiele, eigene Wünsche..und Meditation! Für einige Kinder und Jugendliche war dieses eine ganz neue Erfahrung; für Trainerin Yeter mittlerweile eine ganz normale. "Ich muss immer wieder feststellen, dass Kinder aufgrund ihrer unbeschwerten Art ideal für Meditationsmomente geeignet sind".

Der frühe Vogel läuft.
Am Sonntagmorgen vor dem Frühstück, hatten alle Freiwilligen die Möglichkeit sich gemeinsam mit Elke vor der Herberge zu treffen: "Pünktlich um 7:15 Uhr und mit Laufschuhen". Der Stoffwechsel-Lauf, wahlweise 3 oder 6 Kilometer, wurde unerwartet gut angenommen. Im schwierigen Wetzlarer Waldgelände sollten sich pusten und plaudern abwechseln. Insgesamt ging es darum sich die Strecke im Kopf gut einzuteilen und mit möglichst wenig Pausen anzukommen. Wirklich erstaunlich stellte sich die Leistung des Jüngsten mit den kürzesten Beinen heraus. In der ersten und zweiten Runde lief er allen davon.

Eine letzte Erkenntnis zum Schluss
Für das Finale mit möglichst vielen Bewegungsvariationen wählten die Trainer einen Parcours. Jamal platzierte Ringe zum Hüpfen, Bälle zum Springen und Stangen zum Slalomaufen in der Halle. Am Ende sollte ein verlockender "Vier gewinnt!" Kasten stehen. Sämtliche Teamzusammenstellungen schenkten sich nichts. Zuletzt gab es für alle Besucher des Hessischen Jugendlagers noch eine Zugabe mit ins Handgepäck: Maximalpuls während des Denksports ist möglich.












Bericht von Elke Tischer, Schulsportbeauftragte, Bilder Elke Tischer


Hessischer Fachverband für Karate e.V.
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